„Helden der Tat“, so lautet eine Baumarktwerbung, die uns auf Hin- und Rückfahrt begegnete. „Helden der Tat“ waren aber auf dem Platz heute vor dem Paul-Greifzu-Stadion in Dessau nicht zu sehen.

Anfangs war’s zum Saisonauftakt ein zähes Spiel zwischen zwei ordentlich organisierten Mannschaften, die beide Probleme beim Spiel in die Spitze hatten. Es war schnell klar: Hier war der klar im Vorteil, der weniger oder besser gar keinen Fehler macht. Chancen gab’s in den ersten 30 Minuten nur durch Standards. Die erste vereitelte Philipp nach einer Ecke, dann hatte Lukas nach einem Freistoß die Riesenchance zur Führung, brachte den Ball einen Meter schräg vor dem Tor nicht richtig unter Kontrolle und der flog dann beim Kopfball über’s Tor. Die Fehler machte dann TuS 1860 und Dessau schlug in der 34. und 36. Minute eiskalt zu, erst nach einem hochspringenden Ball durch die Mitte, den der Mittelstürmer des Gastgebers zum Durchbruch nutzte, dann nach einem schönen Pass auf die rechte Seite, den der Rechtsaußen versenkte. Noch vor der Pause wieder Hoffnung für TuS 1860, als Jonas nach entschlossenem Nachsetzen der Mittelfeld- und Abwehrspieler auf der rechten Seite im Strafraum an den Ball kam, drei Gegenspieler auf engstem Raum ausspielte und den Ball dann flach versenkte.


Nach dem Wechsel zunächst Feldvorteile für unsere Mannschaft, doch die währte nur kurze Zeit. Gründe dafür gab’s einige: 28 Grad, ein großes Feld, engagierte, zweikampfstarke Gastgeber, unnötige Missverständnisse und Laufwege der eigenen Mitspieler, die man noch nicht so gut kannte oder mit präzisen Pässen bedienen konnte, dann noch ein Traumtor von Dessau - ein Kracher aus 25 Metern in den Winkel zum 1:3. Immerhin: Obwohl kurz zuvor noch körperlich angeschlagen, versenkte Florian in der 82. Minuten einen der wenigen guten Pässe in die Spitze zum 2:3-Anschlusstreffer. Danach war alles drin, sowohl der Ausgleich zum 3:3, als Pauls Flanke die Latte touchierte, wie auch ein 2:4, das Philipp verhinderte, indem er sich in einen Schuss aus kürzester Distanz hineinschmiss. Doch Tore fielen keine mehr.  So blieb’s beim verdienten 3:2-Sieg der Dessauer, die einfach mehr aus ihren Möglichkeiten machten.

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