Auf dem Papier versprach das Landespokal-Achtelfinale zwischen TuS 1860 und Braunsbedra ein interessantes Match zu werden, trafen hier doch der Tabellendritte der Verbandsliga Nord und Süd aufeinander. Doch nimmt man ein anderes Papier, nämlich die Mannschaftsaufstellung, in die Hand und schaut noch einmal rückblickend auf die erste Halbzeit, dann war klar, dass nur eine Mannschaft das Spielfeld als Sieger verlassen konnte. Die Tigers brachten eine kombinierte A- und B-Jugendelf an den Start - kurz vor dem Anpfiff war auch noch Paul gesundheitsbedingt ausgefallen.

Die Abwehr hatte in dieser Besetzung noch nie zusammengespielte, sodass anfangs ein Missverständnis dem anderen folgte, was die Gäste zu einfachen Toren durch die Mitte nutzen konnten. Zwischendurch gab's immer wieder Chancen für unsere Heimmannschaft, von denen jedoch nur eine durch eine tolle Kombination "à la Florian" genutzt wurde: Florian Thumm spielte Doppelpass mit Florian Bauch, versenkte dann den Ball aus 13 Metern zum zwischenzeitlichen 1:2. Doch bei Halbzeit stand es schon 1:4 - denn die Abwehr  von TuS war fast durchweg "gastfreundlich" eingestellt ... :-) Dazu verlängerte sich die ellenlange Verletztenliste durch den Ausfall von Raman, der umgeknickt war, und in Halbzeit 2 auch noch durch eine schwerwiegende Verletzung von Jonas, dem besten TuS 1860-Akteur.

Halbzeit 2 war spielerisch weniger ansehnlich, die Gäste beschränkten sich darauf, den Vorsprung zu verwalten, nach vorne ging beim TuS 1860 recht wenig zusammen. Ein eklatanter Fehlpass im defensiven Mittelfeld brachte noch das 1:5.  Als auch noch Jonas rausmusste, musste man das Spiel mit neun tapferen Feldspielern zuendebringen. Die wehrten sich tapfer, kamen in der Schlussminute noch zum 2:5 nach einer schönen Kombination, die Hendrik Köppe nach Vorlage von Florian Thumm versenken konnte. Auch er musste im Spielberichtsbogen eine Verletzung notieren lassen - kein guter Start in die neue Saison, nachdem auch schon bei der Endrunde der Hallenlandesmeisterschaft die Hälfte der Mannschaft mit Verletzungen die Heimreise antreten musste. 

 

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